Informationen rund um die Verkehrsüberwachung
Wenn die Weckuhr nicht gehört wurde und es knapp wird, dann tretet der eine oder andere Fahrer freudig mal auf die Pedale, um in letzter Minute den gewünschten Ort zu erreichen. Wenn das Glück einen verlässt, kann es schnell zu einem teuren Zeitvertreib werden, falls ein Blitzer den Fahrzeugführer inmitten des Lehrausflugs erwischt. Und hinterher heißt es, auf den Bussgeldbescheid einschließlich den Blitzer-Sanktionen zu warten.
Der folgende Bericht informiert Sie nicht nur über Verwarngeld, Fahrverbote und Punkte In Flensburg, die Sie laut neuem Bußgeldkatalog bei einer Geschwindigkeitsübertretung zu erwarten haben, wenn Sie von einem Blitzer ertappt wurden. Er bietet Ihnen auch umfassende Infos im Hinblick auf die Funktionsweise von einem Starenkasten bereit.
Welche Reglementierungen sind im Rahmen der Verkehrsüberwachung in Deutschland zu finden? Welche Blitzkasten- Typen gibt es? Wie ausfallsicher ist genau genommen ein Geschwindigkeitsmessgerät und inwiefern rechnet sich ein „Blitzer-Einspruch beim Blitzer-Rechtsanwalt“? Ab wann schnappt ein Blitzer zu und wie hoch ist die Toleranz beim Blitzen? Und zu guter Letzt: Was für Blitzerwarner existieren für den Fahrzeugführer und welche von denen sind zulässig und welche illegal?
Diese Blitzertypen gibt es:
Radarkontrollen:
Mesta 208, Multanova 6F Digital, M5 Radar, TRAFFIPAX Micro-Speed 09, TRAFFIPAX Speedophot, TRAFFIPAX Speedoguard
Lichtschrankenanlagen:
ESO µP80, ESO ES 1.0, ESO ES 3.0
Videonachfahrsysteme:
VKS 3.0, VIDIT VKS 3.01, Provida Vidista, Provida 2000, CG P50e (Videostoppuhr), Police-Pilot
Geschwindigkeitskontrollen mit Induktionsschleifen:
Truvelo M4², Traffipax TraffiStar S 540, TRAFFIPAX TraffiStar S 330, TRAFFIPAX TraffiPhot S, VDS M5 Speed
- Section Control Abschnitte
Lasergeräte
Laser Patrol, LAVEG, LTI 20.20 TS/KM, LR90-235/P, Riegl FG21-P, TraffiPatrol, Leivtec XV2, Leictec XV3, PoliScan Speed
Rotlicht Blitzer
Multanova, Multastar C
Abstandsmessung
VAMA, VSTP, Brückenabstandsmessung
Pauschal
Schwarzlichtblitzer, Portable Blitzer, Stationäre Blitzer
Besondere Informationen zu Blitzerkasten und Radarmessungen:
Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) erklärt in §3 klar und deutlich: „Wer ein Fahrzeug fährt, darf bloß so schnell fahren, dass das Fahrzeug stets beherrscht wird“. Die Tempomessung mittels Blitzer soll hier tiefgreifend eingreifen.Intention sei es, die Verkehrsteilnehmer auf das Befolgen der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit zu überprüfen und wenn notwendig eine Strafe zu verhängen, um auf diese Weise die Sicherheit im Verkehrswesen zu gewähren und eine Straßenverkehrsgefährdung durch eine erhöhte Fahrgeschwindigkeit zu senken.
Tatsächlich gehört eine Geschwindigkeitsübertretung in Deutschland laut Statistischen Bundesamt zu dem Hauptunfallgrund (die Hälfte der Unfallopfer wegen überhöhter Geschwindigkeit sind auf Bundesstraßen zu Tode gekommen) und gemäß der Unfallstatistik des Kraftfahrbundesamt (KBA) zu der am häufigsten verübten Übertretung. Alleine im Jahr 2012 haben Geschwindigkeitskontrollen auf den innerdeutschen Straßen ca. 2,9 Millionen Mal zugeschlagen. Eine beachtliche Zahl, wenn man beachtet, dass die Bußgeldtabelle für Geschwindigkeitsverstöße aufgrund des erheblichen Gefährdungspotentials darüber hinaus hohe Strafmaßnahmen veranschlagt. In diesem Fall muss beachtet werden, dass nach der Reform des Punktesystems das Punktekonto in der Summe auf maximal 8 Zähler ansteigen kann und damit jeder Punkt umso schwerwiegender ist.
Blitzen innerhalb geschlossener Ortschaften und außerorts – Diesen „Blitzer-Geldstrafen“ müssen Sie erwarten
Haben Sie einen Starenkasten übersehen oder sind zu schnell gefahren? Regeln missachtet? Welche Strafmaßnahme für überhöhte Geschwindigkeit müssen Halter auf der Rechnung haben? Ist ein „Blitzer Autobahn“ weniger teuer als ein „Blitzer in der Ortschaft“?
Zunächst ist es obligat festzuhalten, dass Verwarngeld, Punkte ebenso wie Dimension der Fahrverbote aufgrund von Geschwindigkeitsübertretungen in der Ortschaft härter sind als außerhalb der Ortschaft. Gerechtfertigt wird dies mit der größeren Gefahr, die innerhalb geschlossener Ortschaft gegeben ist. So gestalten sich die Blitzer Kosten für:
Geschwindigkeitsübertretung innerorts
Wer innerhalb einer geschlossenen Ortschaft ertappt wurde, dessen Punktekonto im Flensburger Register genau so wie das Girokonto werden schwerwiegender in Mitleidenschaft gezogen. In der Ortschaft sieht die StVO eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vor. Werden zu dieser Gelegenheit entzückende Blitzer-Bilder vom Fahrzeugführer gemacht, so wird der Ärger nach dem Anblick vom Bußgeldbescheid sehr groß sein. Sind Sie mit mehr als 20 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit vom Blitzerkasten geblitzt worden, so haben Sie schon mit Blitzer-Strafen von 80 Euro Verwarnungsgeld zu kalkulieren und einem Punkt. Bei über 30 Stundenkilometer sind es nicht bloß 2 Punkte im Sündenregister, hier wird außerdem das erste einmonatige Fahrverbot ausgesprochen. Die Höchststrafe, die die Blitzer-Tabelle veranschlagt, entsteht also, sofern sie innerhalb geschlossener Ortschaften mehr als 70 km/h zu flott unterwegs sind. Das Ergebnis sind 2 Punkte, 680 Euro Verwarngeld sowie ein Fahrverbot für drei Monate.
Geschwindigkeitsübertretung außerorts
Außerhalb geschlossener Ortschaften ist für ein Personenkraftwagen nach der Straßenverkehrs-Ordnung eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern zulässig, auf Autobahnen ist eine so genannte Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern angedacht, wenn Straßenverkehrsschilder, Witterungs- und Straßensituation oder ähnliches dem Fahrzeuglenker nichts anderes empfehlen.
Wer hier mit mehr als 20 bis 25 km/h über der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von einem der unterschiedlichen Blitzer-Bautypen geblitzt wird, kann hier schon dem ersten Punkt in Flensburg entgegensehen wie auch einem Bußgeld von 70 Euro. Bei über 40 Stundenkilometern tritt neben dem Bußgeld von 160 EUR und zwei Punkten auch das erste Fahrverbot von einem Monat hinzu. Ein kostenintensives Erlebnis wird es für Verkehrsrowdys, die mehr als 70 Stundenkilometer am Fahren sind. Die Blitzer-Sanktionen sind in diesem Fall: 2 Punkte in Flensburg, 600EU Verwarngeld und ein dreimonatiges Fahrverbot.
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist immer auch von externen Bedingungen abhängig. So heißt es in Paragraf 3 der StVO: „Die Fahrzeuggeschwindigkeit ist vorrangig den Straßen-, Verkehrs-, Wetter- und Sichtbedingungen sowie den eigenen Fähigkeiten und den Besonderheiten von Fahrzeug und Ladung anzupassen“. Ist zum Beispiel die Sichtweite bei schlechter Wetterlage lediglich 50 Meter, so darf ist es dem Fahrer nicht erlaubt schneller als 50 km/h zu fahren. Es darf ausnahmslos nur so ein Tempo gefahren werden, dass der Autolenker in der Lage ist, im Bereich der ersichtlichen Wegstrecke zu stoppen. Sogar hier müssen ansonsten Verwarngeld, Fahrverbote und Punkte erwartet werden.
Geblitzt worden: Fahrverbot und Punkte im Einzelnen
Wer zu schnell fährt und ertappt wird, muss diverse Kosten auf der Rechnung haben. Welche das sind, sehen Sie in unserer kompakten Zusammenfassung zu jeder Blitzer-Buße in Gestalt von Punkten und Fahrverboten wegen Geschwindigkeitsübertretungen:
- 1 Punkt: in einer geschlossenen Ortschaft und außerorts ab 21 km/h
- 2 Punkte: innerhalb geschlossener Ortschaften ab 31 km/h und außerorts ab 41 Stundenkilometer
- 1 monstiges Fahrverbot: Innerhalb geschlossener Ortschaft ab 31 Stundenkilometer und außerorts ab 41 km/h
- 2 Monat Fahrverbot: Innerorts ab 51 Stundenkilometer und außerhalb der Ortschaft ab 61 km/h
- 3 Monat Fahrverbot: innerhalb der geschlossenen Ortschaft ab 61 Stundenkilometer und außerhalb der Ortschaft ab 70 km/h
Erste Geschwindigkeitsbegrenzung bei 140 Stundenkilometern
Zwischen den Ortschaften Braunschweig und Hannover auf der A2 wurde temporär ein Test angefangen, eine Beschränkung der Fahrzeuggeschwindigkeit auf 140 Stundenkilometer festzusetzten. Diese Strecke gilt als die erste Reiseroute, die eine Tempobegrenzung einräumte, welche höher als die eigentliche Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ist.
Geblitzt – Details zu Blitzgeräten in der Bundesrepublik Deutschland
Es war das Jahr 1959, als in der Bundesrepublik Deutschland zum ersten Mal die Geschwindigkeit auf den Strassen mithilfe von technischen Mitteln kontrolliert und bestraft wurde. Seitdem haben sich diverse Blitzer-Bautypen zur Messung der Geschwindigkeit etabliert. Welches Meßsystem lässt sich im Blitzer Repertoire der Polizei finden? Im weiteren stellen wir Ihnen die diversen Geschwindigkeitsmessgeräte und ihre jeweilige Blitzertechnik vor und klären Sie auf, was Sie berücksichtigen müssen.
Interessantes zu Blitzern im Detail:
Mobiler Blitzer
Mobile Blitzer werden in einem Fahrzeug transportiert und werden gern von der Polizei für kurzzeitige Kontrollen benutzt. Stationäre Blitzer haben aber den entscheidenden Nachteil, dass Fahrzeuglenker nur im Messbereich der Anlage die Geschwindigkeit reduzieren. Ein mobiler Blitzer soll hier Abhilfe schaffen und durch sein allgegenwärtiges Kontrollpotential einen gesteigerten Druck ausüben. Genau deswegen soll der Fahrzeugfahrer letztendlich dazu angehalten werden, das höchstzulässige Tempo nicht bloß bei einer Blitzergefahr zu erfüllen, sondern dauerhaft. Unter diesem Gesichtspunkt wird bei den Ermittlern entsprechend mehr und mehr auf portable Blitzer gesetzt. Diese benutzen die Radar- und Lasertechnik und auch einer Lichtschranke. Im Zuge des technischen Fortschritts ist es diesen Geschwindigkeitskontrollanlagen möglich, mittels der Digitaltechnik als „Blitzer ohne Lichtblitz“ zu fungieren.
Welche Blitzer-Modelle bzw. Blitzergeräte bewegbarer Blitzer sind mit von der Partie und wie arbeiten Sie? Welche Blitzerwarner können bei welchem Meßsystem helfen? Hier erhalten Sie als nächstes einen kurzen Überblick:
- Die charakteristische mobile Radarmessung
- Portable Messungen
Pferdefuß für Kraftfahrer und Wohltat für Dienststellen: Was können die Meßanlagen?
Als die BRD mit der Überwachung der Geschwindigkeit auf den Straßen anfing, nutzten die Amtsstellen die Radartechnologie. Auch in diesen Tagen stellt diese Radar Technologie einen festen Bestandteil der Blitzer zur Geschwindigkeitsbestimmung dar. Dabei sind die Kontrollgeräte wahlweise in einem beweglichen Fahrzeug verstaut oder sind an einem Dreifuß welcher am Fahrbahnrand platziert wird. Die beweglichen Radarkontrollen stellen in die BRD die am häufigsten verwendete Verfahrensweise zur Tempokontrolle dar.
Funktionsprinzip: Der Blitzer funktioniert mit Hilfe des sogenannten Doppler Effekts und wurde nach seinem Erfinder, dem oberösterreichischen Analytiker und Physiker Christian Doppler, bezeichnet. Das Meßgerät emmitiert Radarstrahlen, welche auf das Fahrzeug auftreffen und wieder zurückgeworfen werden. Diese Radarsignale werden wiederum vom Kontrollgerät empfangen und machen die Berechnung der Geschwindigkeit des verkehrenden PKW´s möglich. Ist der Fahrzeuglenker zu schnell unterwegs, werden Blitzer-Fotos geschossen.
Schwächen: Sind mehrere Fahrzeuge nacheinander unterwegs, die eine geringe Distanz zueinander haben, ist die Messung nicht verwertungsfähig. Auch ist dieses Konzept der Straßenverkehrsüberwachung nicht gegen Fehler gefeit, zum Beispiel ist der Messwinkel entscheidend. Darüber hinaus kann das reflektierte Signal das Ergebnis verzerren. Deshalb sollten Sie bei Zweifel die Aufnahme von einem Gutachter begutachten lassen.
- Distanz zum Blitzer: Der Wirkungsbereich ist bei diesem Blitzer etwa 40 Meter.
- Toleranz vom Blitzer: Die Toleranz ist gewöhnlicherweise 3 Prozent.
- Blitzer-Kosten: Circa 50 000 Euro
- Blitzerwarner: Schutz durch Radarfallenwarner
LIDAR – neuartiger Trend
Lidarpistole, oder auch Laserfernglas genannt, ist ein Blitzer, der sich zur Geschwindigkeitskontrolle dem Laser bedient.
Funktionalität: Wie bei der Radar-Meßtechnik wird auch hier ausgesandt und reflektiert. Es handelt sich hier um Lichtwellen, die das KFZ treffen und zurückgesandt werden, wodurch letztlich die Fahrgeschwindigkeit des vorbeifahrenden Autos überprüft werden kann. Die Laserpistole kann unterdessen von den Polizisten sogar in Verbindung mit einer Videokamera verwendet werden. Bei dieser Blitzer-Variante wird das Auto von einem Revierpolizisten am Straßenrand kontrolliert.
Mankos: Auch dieses Kontrollgerät ist fehlerhaft. Denn die Verlässlichkeit des Ergebnisses ist bedingt von dem Standpunkt des Beamten. Ist der Messwinkel hierbei nicht akkurat oder werden während der Geschwindigkeitsermittlung Verschiebungen gemacht, ist das Ergebnis bereits fehlerhaft. Da zumeist keine Blitzer-Bilder gemacht werden, ist der Nachweis hier anspruchsvoller. In der Regel wird das Fahrzeug nach der Geschwindigkeitsmessung angehalten.
- Abstand vom Blitzkasten: Der Kontrollbereich beträgt hier bis zu 300 Meter.
- Toleranz vom Blitzer: Die Toleranz ist typischerweise 3 Prozent.
- Blitzer-Kosten: Ungefähr 20 000 Euro
- Blitzer Warner: Sicherheit mithilfe von Radar Warnern und Laserstörer sowie Laser Störer
Sensormessung und Helligkeitsdetektoren
Auch die Sensormessung ist in der Bundesrepublik Deutschland vermehrt beliebt.
Besonderheit: Bei der Lichtschrankenmessung werden am Straßenrand jeweils an beiden Seiten der Fahrspur ein Emitter sowie ein Signalempfänger aufgebaut, welche mittels eines Lichtstrahls miteinander verbunden sind. Durchfährt ein Fahrzeug diesen Lichtkegel, wird der Lichtkegel unterbrochen. Zumeist passiert ein KFZ einige Lichtstrahlen und durch eine Weg-Zeit-Rechnung wird zum Schluss die Fahrgeschwindigkeit des Autos berechnet. Bei den Helligkeitsempfänger ist jedoch die Installation nur an einer Fahrbahnspur nötig. Hierbei handelt es sich um eine graue rechteckige Kiste mit fünf Okularen, die am Straßenrand platziert ist. Die verschiedenen Objektive ermitteln dabei die Helligkeitswerte eines fahrenden Autos und ermitteln anhand dieser Resultate die Geschwindigkeit. Bei den Helligkeitssensoren geht es um Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen, die auf einer digitalen Messung basieren, welche im Besonderen für Tempokontrollen in Kurven geeignet ist. Hier werden jeweils Blitzer-Fotos geschossen.
Mängel: der wirkliche Schwachpunkt stellt hier die Funkschnittstelle zur Kamera dar. Sie kann mithilfe eines Lichtschrankenstörers Blitzer-Bilder abwenden.
- Messtoleranz vom Blitzer: Die Messtoleranz ist normalerweise 3 Prozent
- Blitzer-Kosten: Rund 171.000 EUR
- Blitzer-Warner: Lichtschrankenstörer, Radarwarner sind hier nicht einsetzbar
Videomesswagen als Polizei Blitzer
Hierbei handelt es sich um eine Kontrolle mittels eines zivilen Polizeigefährts, ein „Polizei-Blitzer“. Diese Geschwindigkeitsbestimmung wird überwiegend auf Schnellstraßen genutzt.
Funktionsprinzip: Das Police-Pilot-System wird im Vehikel eingebaut und verfügt über einen geeichten Tachometer sowie einen Camcorder. Das Polizeiauto fährt solange dem zu überprüfendem Fahrzeug auf einer Strecke nach, die Verfolgung wird mit einer Videoaufnahme gesichert und die Fahrzeuggeschwindigkeit mithilfe von einem Tachometer ermittelt.
Mankos: Das Amtsgericht Lüdinghausen hatte in einem Entscheid vom 27.03.2007 festgestellt, dass das Gerät nicht korrekt kalibriert war.
- Messtoleranz vom Blitzkasten: die Toleranzdifferenz beträgt diesfalls in der Regel 10 % bei einer konstanten Entfernung zum kontrollierten Automobil. Wird die Entfernung zum Automobil vergrößert, beträgt die Toleranz 5 Prozent.
- Blitzer-Kosten: Es entstehen beachtliche Kosten durch Investition und Montage des Provida Systems. Ebenso müssen genügend Fahrzeuge vorhanden sein.
- Blitzer Warner: Wenn überhaupt am Fahrzeug erkenntlich. Bei Bedenken kann ein Experte sich das Filmmaterial ansehen und falls möglich Besondere Merkmale z. B. aufgrund des Abstandes oder möglicher Bedienungsfehler ausmachen. Sonst eine starke Beweiskraft.
Kontrollieren mit dem Zeitmesser?
Wie steht es eigentlich mit der Verfolgung der Fahrzeuggeschwindigkeit von fahrenden Autos mit Hilfe einer Stoppuhr? Zugegeben, angesichts des modernen technologischen Zeitalters hört sich die Methode überholt und inkorrekt an. Allerdings ist sie juristisch zugelassen. Findet sie in der Bundesrepublik Deutschland entsprechend der Geschwindigkeitsüberprüfung noch Verwendung? Die Antwort hierzu: An sich ist dieses Verfahren noch erlaubt. Aber wegen der im Vergleich zwischen Mensch und Technik fehleranfälligen Reaktionszeit von Menschen, kommt diese Methode nur selten zur Nutzung.
Stationäre Radarfallen sind Einheimischen meistens zeitnah bekannt.
Der Kasten am Fahrbahnstreifen, der wie eine Lichtzeichenanlage mit zwei Linsen ausschaut, kann ein Rotlicht Blitzkasten mit Radar sein.
Funktionsprinzip: Der stationäre Radarfallen arbeitet nach der oben schon erklärten Radartechnologie, hat jedoch einen Wirkungsbereich von 40 Metern. Ignoriert ein Fahrzeug das zugelassene Tempo, werden Blitzer-Bilder vom Messequipment geschossen.
Unzulänglichkeiten: Auch hier sind die Schwächen von Bedeutung, welche bei den portablen Radargeräten beschrieben wurden . Sind mehrere Kraftfahrzeuge nacheinander mit wenig Abstand am Fahren, ist die Überprüfung ungültig.
- Toleranz vom Blitzerkasten:der Toleranzwert beträgt hier zwischen 3 bis 5 Prozent.
- Blitzer-Kosten: 65.000 Euro
- Blitzerwarner: Sicherheit durch Radar Warner
Kontaktsschleifen
Zwar werden Kontaktsschleifen vornehmlich im Fall eines Rotlichtvergehens verwendet, aber das Messequipment kann unter anderem zur Geschwindigkeitsbestimmung verwendet werden.
Funktionalität: Die Induktionsschleifen sind einige Zentimeter tief in der Straße angelegte Kontaktstreifen. Passiert ein Auto die Kontaktsschleifen, ändert sich der Magnetismus der jeweiligen Induktionsschleifen. Aus den der zeitlichen Differenz der Messstrecke kann der fest installierte Blitzer letztlich die Fahrzeuggeschwindigkeit auswerten.
Schwächen: Gilt als störungsfrei. Die Trasse muss jedoch in Ordnung sein.
- Messtoleranz vom Blitzer: Die Unsicherheit bei der mechanischen Ausrichtung der Länge der Meßstrecke (Abstand der Induktionsschleifen) darf nicht zum Meßfehler größer 0,5 % des wirklichen Wertes zur Folge haben (PTB).
- Blitzer Warner: Oft sind die Induktionsschleifen auf der Strasse zu entdecken. Der Radarfallenwarner signalisiert hier nicht nichts.
Piezo-Sensoren
Diese Messtechnologie nutzt die Piezospannung, die durch Verformung und der Messung des Spannungszustands funktioniert. Die prominentesten Apparate, welche diese Technologie nutzen, werden von dem Hersteller Jenoptik GmbH hergestellt. Ein Beispiel hierfür ist der Traffipax TraffiStar S 540.
Funktionsprinzip: Bei diesem Blitzer zur Geschwindigkeitskontrolle werden auf dem Fahrbahnstreifen Piezo-Kabel angelegt mit einem Abstand von je 1 Meter zueinander. Fährt ein Fahrzeug über diese Leiterbahnen, wird beim Überfahren und Passieren jeweils ein Spannungssignal induziert. Anhand aller drei Kabel kann der stationäre Blitzer schließlich die Fahrgeschwindigkeit ermitteln.
- Unzulänglichkeiten: Gilt als ausfallsicher. Einzig der Fahrstreifen muss entsprechend in Ordnung sein.
- Messtoleranz vom Blitzkasten: Die Bewegung des Drahtes bei normaler Überfahrt darf der Messwert höchstens um ein Halben Prozent des Realwertes verändern (PTB).
- Blitzer-Kosten: bedingt von Breite der Fahrbahnspur und der idealen Länge von etwa 50.000 EUR bis 250.000 Euro
- Blitzer-Warner: Häufig werden die Induktionsschleifen auf der Verkehrsspur zu sehen
Toleranz-Abzug beim Blitzer
Wie bereits genannt wurde, ist die Toleranz beim Blitzen abhängig vom Kontrollgerät. Vielfältige Blitzkasten verfügen über abweichende Toleranzbegrenzungen. Dies hängt mit der unterschiedlichen Genauigkeit und Verlässlichkeit der jeweiligen Kontrollgeräte zusammen. Die Toleranzbeschränkungen werden dabei von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt vorgeschrieben. Ohne Zweifel handelt es sich bei dem betreffenden Messequipment um ein kalibriertes Meßgerät. Hierbei müssen Blitzkasten nach längerer Zeit nachjustiert werden. Laut der der Eichämter müssen nämlich zirka 15 Prozent der Messsysteme zum wiederholten Mal zur Reparatur. Innerhalb einer geschlossenen Ortschaft und außerhalb der Ortschaft gelten jedoch ausnahmslos dieselben Toleranzwerte. Der Toleranzabzug auf einer Fernverkehrsstraße ist nämlich genauso bemessen wie innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Damit Sie die diversen Toleranzgrenzen in der Übersicht haben, stellen wir Ihnen diese im nachfolgenden zusammenfassend dar:
Blitzer-Toleranz für Radar-, Laser- und Lichtschrankenmessmethoden
- Dabei werden 3 km/h für Fahrgeschwindigkeiten unter 100 Stundenkilometern reduziert
- Bei Geschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer werden 3 % von der Fahrzeuggeschwindigkeit subtrahiert
Blitzer-Toleranz für Provida
- 5 %, mindestens 5 Stundenkilometer
Zusammenfassung: Diese Toleranz wird beim Blitzen abgezogen
Werden auch nicht-kalibrierte Geschwindigkeitsmeßgeräte benutzterden?
Sogar nicht-kalibrierte Kontrollgeräte können zur Geschwindigkeitsmessung verwendet und die Ergebnisse sogar vor den Gerichtshof dargestellt werden. Jedoch gelten hier hier nicht die typischen Toleranzbegrenzungen. Die Toleranzbereiche sind in diesem Fall weit höher. Relevant ist dazu das Urteil des Richters.
Abstand zum Blitzerkasten: Ab wann darf gemessen werden?
Sie sind mit 130 Stundenkilometer auf der Fernverkehrsstraße am Fahren. Unerwartet erstrahlt ein Verkehrszeichen oder Lichtsignal, das Ihnen eine bedeutend geringere erlaubte Höchstgeschwindigkeit vorschreibt. Derart schnell sind Sie als Fahrzeuglenker nicht in der Lage zu verzögern, ohne eine Gefährdung der Verkehrssicherheit darzustellen. Wie sehen in diesem Sachverhalt die Regelungen aus? Wie lange wird dem Fahrzeuglenker die Zeit bzw. der Weg gewährt, um die Fahrtgeschwindigkeit an die Bestimmungen anzugleichen? Und wo darf der rotlicht Blitzer letztlich stehen?
Abstand zum Blitzer: Die Richtlinien der Länder in Deutschland räumen ein, dass dem Fahrzeuglenker bis zur Angleichung seiner Fahrtgeschwindigkeit eine Wegstrecke von wenigstens 150 bis 200 Metern bereitgestellt wird, genau ab dem Moment der geänderten Geschwindigkeitsbeschränkung.
Radarfalle rückseitig – Wann werden Blitzer Fotos ungültig?
Wenn der Blitzer aufgeleuchtet hat und Blitzer-Kosten zu Erwarten sind, muss die Tempoüberschreitung nachgewiesen werden. Dies geschieht mithilfe der unterschiedlichen Blitzeranlagen und letztendlich mit Hilfe der Fotos bzw. unter Zuhilfenahme der Videosequenzen. Hier ist es nicht ausreichend, wenn allein das Gefährt festgestellt wurde. Denn grundsätzlich müssen bei Tempoverstößen nicht die Fahrzeughalter einstehen, sondern die Fahrzeuglenker. Deshalb dienen die Geschwindigkeitsmessungen-Bilder auch als Beweisstück. Ein Blitzer rückseitig, das heißt Blitzer-Bilder, die den Fahrzeuglenker nicht bestimmen lassen (Foto von Hinten), sind deshalb infrage zu stellen und nicht mehr typisch, weil sie den Kraftfahrer nicht eindeutig identifizieren.
Dieser Umstand begünstigt besonders die Kraftradfahrer. Da das Kennzeichen eines Bikes rückseitig am Vehikel festgemacht ist, können Motorradfahrer im Falle eines Blitzkastens nicht unwiderlegbar identifiziert werden. Einen speziellen „Motorrad-Blitzkasten“ wird aktuell noch nicht genutzt. Erst, wenn der Motorradfahrer in flagranti überführt und angehalten wird, ist es möglich diesen zu belangen.
Gibt es eine Blitzer-Attrappe?
Blitzerkasten-Attrappen gibt es wirklich. Dabei handelt es sich typischerweise um einen Nachbau, der von privaten Personen aufgebaut wird, welche sich um die Einhaltung der erlaubten Geschwindigkeit einsetzen. Auf öffentlichen Flächen ist solch ein Blitzer-Nachbau von privaten Personen nicht genehmigt. Allerdings ist es nicht möglich formell dagegen vorzugehen, falls diese auf privaten Plätzen aufgestellt werden.
Blitzerwarner – Welche Methoden sind für Fahrzeugführer zugelassen und welche nicht?
Im Zuge der technologischen Innovationen der heutigen Zeit wurden nicht nur Weiterentwicklungen im Gebiet der Geschwindigkeitsmessung und der Geschwindigkeitsermittlung gemacht. Vielmehr ist ebenso eine technologische Weiterentwicklung zu erkennen, die sich zur Schwäche der Messsysteme vollzogen hat und der die Fahrzeughalter davor absichern und den entsprechenden Blitzkasten bekanntgeben oder blockieren soll. Hierdurch bleibt es dem Fahrer erspart, auf einem der Blitzer-Fotos abgebildet zu werden und er kann sich die Blitzer-Kosten auf die Seite legen. Doch wo sind hier die Beschränkungen? Welche Blitzer-Warner sind legal und welche nicht? Gibt es eine rechtliche Grauzone, die bereitwillig Verwendung findet? Im nachfolgenden zeigen wir Ihnen verschiedene dieser Blitzer-Warner ebenso wie ihren juristischen Status klären.
Die Blitzer Warner-App
Ein Handy kann als Radar Warner arbeiten.
Es existieren Anwendungen für alle vorstellbaren Dinge mit allen nur denkbaren Features. Selbst eine Blitzer-App ist in den Portalen zu finden. Die diversen Blitzer-Anwendungen machen damit Werbung, als Radar Warner zu fungieren und den Fahrer zeitig vor Blitzkästen und auch einer zivilen Verkehrsüberwachung Alarm zu schlagen. Wer die Blitzerwarner-Applikation als einen verlässlichen Radar Warner benutzen möchte, der braucht vor allem einen Internetzugang. So werden die Daten über die unterschiedlichen Blitzer stetig auf den neuesten Stand gebracht. Die Meldungen werden unterdessen von der Web-Nutzerschaft bekannt gemacht und es wird nur vor den Messanlagen berichtet, die für die eigene Fahrt eine Rolle spielen. Hilfreich ebenso wie geldsparend.
Untersuchungen veranschaulichten, dass die Blitzer Warner-App hauptsächlich bei stationären Blitzern gut funktionieren. Stationäre Radarfallen werden schnell erkannt und dem Fahrzeugführer wird eine frühzeitige Gefahrenmeldung mitgeteilt. Ein mobiler Blitzer macht der Blitzer-Warner-Applikation allerdings viel mehr Probleme. Diese Anfälligkeit tritt indessen mit dem Grundkonzept die Rotlichtkamera-App in Erscheinung. Denn erst, wenn bewegbarer Blitzerkasten zeitig von der Gemeinschaft erkannt und bekannt gemacht wird, kann der Fahrzeuglenker entsprechend handeln. Ist eine Blitzer-Warner-Applikation zulässig oder schon unzulässig? In diesem Zusammenhang wird begründet, dass die Escort App als Radarwarner eingestuft wird und außerdem illegal ist.
Die Radar-Warngeräte
Radarwarnanlagen sind im World Wide Web zugänglich. Der Blitzer-Warner erkennen die Signale, welche von dem Geschwindigkeitsmessgerät ausgesandt wird und alarmiert auf diese Weise den Fahrzeugführer, wenn solch ein Signal registriert wird. Wie sieht die rechtliche Sachlage bei dieser Art von Blitzer Warner aus?
Einen Radarfallenwarner zu kaufen, ist formell betrachtet erlaubt, allerdings während der Fahrt nicht verwendet werden. Wird der Fahrer mit diesem Blitzer Warner geschnappt, blühen ihm Blitzer-Strafen von insgesamt 75 Euro und ein Punkt im Flensburger Zentralregister .
Der Laserjammer
Laser-Störer sollen als Blitzer-Warner gegen Geschwindigkeitsmessgeräte im Gebiet der LIDAR-Technologie von Nutzen sein. Den Lasermessungen soll es durch diese Apparate nicht möglich sein, die Fahrtgeschwindigkeit zu messen, weil die Lichtstrahlen, die die Kontrollgeräte senden, vom Laser-Jammer beeinflusst werden und auf diese Weise keine Tempomessung vorgenommen werden kann. Dieses Vorgehen ist formell auch nicht genehmigt und hat sowohl Bußgeld genau so wie Punkte in der Verkehrssünderkartei als Konsequenz.
Die Blitzer-Bilder manipulieren oder unerkennbar machen
Da die Tempoüberschreitung nachgewiesen werden muss und dies zumeist mit Blitzer-Fotos umgesetzt wird, finden sich Hilfsmittel, welche dazu dienen, die Bildaufnahmen der Blitzerkasten unerkennbar zu machen. Dabei kann das Nummernschild vom Gefährt unkenntlich gemacht werden. Dies erfolgt zum Beispiel mit Hilfe einer spiegelnden Schicht am Autokennzeichen selbst. Dieses Vorgehensweise ist nicht bloß wenig effektiv, sondern fällt als „Urkundenfälschung“ in Deutschland laut §22 des Strassenverkehrsrechts (StVG) unter einer Verkehrsstraftat. Ferner sind Vergehen bekannt, bei denen Menschen mit einem Gegenblitz auf das Aufleuchten reagierten. Dieses Vorgehen ist auch nicht erlaubt und genauso wenig effizient.
Das Navi als Blitzer-Warner
Das Navigationsgerät kann auch wie die Blitzer-Warner-App dazu benutzt werden, zeitig vor Radarkontrollen aufmerksam zu machen. Nicht bloß fest installierte Blitzer sind hier eingespeichert, sondern ebenso Lokationen, wo oftmals mobile Blitzer stehen. Die Präventivfunktion ist hilfreich und kreativ. Jedoch gehört genauso die Navigation als Blitzerwarner als verboten. Haben Sie ein Navi mit sich im Vehikel, das als Blitzer Warner fungiert, ist das bereits illegal.
Der Blitzer-Marathon wird durchgeführt – Abzocke oder Geniestreich?
Wirtschaftlichkeit von Blitzanlagen: Durch die Geschwindigkeitskontrolle können hohe Einnahmen erzielt werden.
Der letzte Blitzer-Marathon startete am 03. April 2019 und wurde mit 14.700 Revierpolizisten und 8500 Stationen zur Messung der Geschwindigkeit bundesweit durchgeführt. Doch welchen Zweck verfolgt so eine Kampagne und erreicht sie die erhoffte Zielsetzung?
Die Anschauungen zu diesem Thema gehen in verschiedene Richtungen. Einige sehen mit dem Auftakt des Blitzmarathons bloß eine weitere Form finanzieller Schikane der Fahrer. Und die Anschauung ist vielleicht gar nicht so ungerechtfertigt. Damit Sie eine ungefähre Vorstellung bekommen, wie viele Geschwindigkeitskontrollanlagen in der Bundesrepublik Deutschland in Verwendung sind und welche Geldströme in Verbindung mit Tempoüberschreitungen in den Kassen der Bundesländer sich anhäufen, hier ein kleiner Überblick:
- Blitzer in der Bundeshauptstadt: In Berlin sind 130 Blitzer in Benutzung, das jedes Jahr einen Betrag von fast 700.000 EUR an Blitzer-Sanktionen hereinholen.
- Starenkasten auf der A 2: Auf der A2 wird eifrig geblitzt. Hier soll der Blitz-Kasten tagtäglich etwa 660 Fotos knipsen. Der Ortschaft Bielefeld wirft das im Jahr fast 6 Mio. Euro Geldstrafen ab.
- Blitzer in München: Die Weltstadt München hat es geschafft, mit einem einzigen Blitzer – an der richtigen Stelle platziert – über 86.000 Tempoüberschreitungen zu überführen und eine Geldsumme von etwa 1,74 Mio. in die städtische Verwaltung zu spülen.
Welchen Gemeinden kommen Geschwindigkeitskontrollen besonders zu Gute?
Interessant ist eine Nebeneinanderstellung der unterschiedlichen Summen, die die betreffenden Gemeinden im Rahmen der Verwarnungsgelder infolge von Geschwindigkeitsübertretungen erwirtschaften konnten. Im Folgenden präsentieren wir zehn Gemeinden, welche 2018 folgende Beträge aus Verwarn- und Strafgeldern erzielten:
- Bielefeld: 10,7 Mio. Euro
- Chemnitz: 3,6 Mio. EUR
- Duisburg: 10,1 Millionen EUR
- Flensburg: 1,8 Mio. Euro
- Hamburg: 30 Mio. Euro
- Köln: 30,1 Mio. Euro
- Leipzig: 10,4 Mio. EUR
- Lübeck: 4,1 Millionen Euro
- München: 13,3 Mio. EUR
- Stuttgart: 15,2 Millionen EUR
(Quelle: www.statista.de)
Was bedeutet Rentabilität tatsächlich?
Die Rentabilität im Hinblick auf die Radargeräte ist nicht nur am bereinigten Profit der Geldbußen festzumachen. Um die Frage nach der reelen Profitabilität sachgemäß zu beantworten, darf nicht allein der Bruttogewinn an Geldbußen berücksichtigt werden. Zu beachten sei des Weiteren, dass Verkehrsunglücke wegen Geschwindigkeitsübertretungen die Nummer 1 der Verkehrsunfälle auf den deutschen Verkehrswegen sind. Besser gesagt ermittelt sich die Profitabilität durch Einsparungen im Bereich von Versicherungsgeldern, die aufgrund der Folgen eines Unfalls zustandekommen.
Helfen Blitzer dabei die Fahrzeugführer zu mäßigen?
Gewiss ist die Leistungsfähigkeit der Geschwindigkeitskontrollen und der Geschwindigkeitsermittlung als solche auch von dem Benehmen und der Betrachtungsweise des Einzelnen abhängig. Wer nicht willens ist, die Gefährdung zu bemerken, welche von seinem Verhalten ausgeht und sich oftmals vom Blitzer überführen lässt, den wird man überaus schwer drosseln können und mehr als das klassische Bestrafungsrepertoire gibt es da nicht. Daher bleibt dem Gesetzgeber keine allzu große Wahl als die Tempomessung und die Technik der Geschwindigkeitsmessgeräte weiterhin weiterzubringen und sich auf diese Weise zu bemühen, auf den Verkehrswegen für Sicherheit zu sorgen.
Sie sind geblitzt worden! Rentiert sich ein Widerspruch?
Sie wurden geblitzt, wollen den Blitzer-Bußen entwischen und wissen nicht, ob sich ein Widerspruch lohnt bzw. dienlich ist? Blitzkasten anfechten, aber wann? Wann Sie nach der Radarkontrolle einen Anwalt stark machen sollten, ist von der jeweiligen Sachlage abhängig. Bedingt von Geschwindigkeitsmessgerät und Umständen kann ein Einspruch da schon vorteilhaft sein. Sanktionierungen im Rahmen von Geschwindigkeitsverstößen ziehen nicht bloß hohe Bußgelder nach sich. Sie können ebenso bis 3 Punkte in Flensburg bekommen. Hier ist zu beachten, dass das komplette Punkte System nur 8 Punkte umfasst. Darüber hinaus ist ein Fahrverbot für den Zeitraum von 3 Monaten zu erwarten. Besonders Fahrer, die von berufs wegen auf die Fahrerlaubnis angewiesen sind, sollten sich ihre Aussichten deshalb herausfinden lassen und einen Einspruch im Blick haben. Doch wann rechnet sich ein Einwand gegen den Bußgeldbescheid?
Ist es bei der Überprüfung durch einen Blitzer möglich Einspruch zu erheben?
Im nachfolgenden haben wir hilfreiche Hinweise für Sie zusammengefasst:
- Berücksichtigen Sie, dass auch die Ordnungshüter nicht ausnahmslos fehlerfrei sind. Prüfen Sie deswegen jeden Bescheid.
- In Wirklichkeit wird jeder zehnte Bußgeldbescheid ohne Beleg erteilt
- Zu den fehlerhaft ausgestellten Bußgeldbescheiden gehören einige, die Konsequenz einer fehlerhaften Verkehrsüberwachungsmaßnahme sind.
- Vorrangig bei einem rückseitigen Blitzer, das bedeutet bei sogenannten Heckbildern, sollten Sie eine Besprechung in Erwägung ziehen
- Beachten sie, dass Ihnen bloß zwei Wochen Zeit zur Verfügung steht, um die Beschwerde einzureichen. Achten Sie daher auf einen rechtzeitigen Einspruch.
- Optimal ist es, sofern sie rechtschutzversichert sind. Die Kosten können insbesondere dann anwachsen, wenn die Expertise eines Gutachters notwendig ist.
- Zwischen 26 bis 30 km/h – 80€ + 1 Punkt (1 Monat Fahrverbot, falls es das zweite Mal binnen 12 Monaten zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h und mehr gekommen ist)
Im Verkehr ertappt zu werden, ist besonders nervig. Denn bereits paar Kilometer pro Stunde zu schnell können sehr kostspielig werden. Und jedweder der rund 4500 festinstallierten oder hunderten portablen Blitzkasten erwischt uns gewährleistet mal. Abhilfe versprechen Blitzerkasten-Anwendungen, Navigationssystem-Anwendungen mit Zusatzfunktion oder gleich ein Radarwarner. Doch die sind im Grunde genommen untersagt. Was Sie in Hinblick auf Starenkasten-App dürfen und was nicht, lernen sie jetzt.
Die Radar App alarmiert vor stationären und mobilen Blitzern. Die Escort App gibt es in zahlreichen Varianten für Android- und iOS-Benutzer. Vielmals gibt es die Grundversion mit unüberhörbarer Warninfo kostenlos. Kartendarstellung, Ausgabe der Blitzerverfahren, Richtgeschwindigkeit und Up-date-Features kosten andererseits ein paar Cent bis ein paar Euro. Navigationsapp mit Blitzerwarner- aktuell bietet beispielsweise Google-Maps eine entsprechende Funktion an. Bedingt von der Einstellung können Sie sich die fest montierten und die mobilen Blitzerkasten auf Ihrer Reiseroute anzeigen lassen. Abhängig von System sind lichtempfindliche und akustische Gefahrenmeldung, Distanzanzeige zur Geschwindigkeitsmessung und weitere Optionen möglich.
Radar-Warner/Jammer sind zumeist im Fahrzeug fest angebrachte Apparate. Sie entdecken den Starenkasten an den ausgesandten Radarsignale und alarmieren den Straßenverkehrsteilnehmer unzählige Meter zuvor. Manche Gerätschaften blockieren die Radarsignale so, dass eine fehlerfrei Kontrolle verhindert wird. So verlässlich sind die Geräte stationäre Blitzer lassen sich bei Blitzerkasten-Apps und Navigationssystem-Anwendungen mit Erweiterungsfunktion gut in der Datenbank speichern. Die werden also gerade zuverlässig ausgegeben. Neue fest installierte Blitzer müssen erst gesichert werden. Sie sind zuvor jedoch nicht sicher. Portable Blitzer werden durch die Benutzer der Escort App gemeldet. Zahlenmäßig scheint das ganz ausfallsicher, jedoch benötigt es dazu auch unzählige Nutzer. Ein mobiler Blitzer auf einer nicht oft befahrenen Landstraße wird erst entsprechend zeitversetzt gemeldet. Bedeutend für vertrauenswürdige Daten ist neben etlichen Nutzern auch eine stabile Internetverbindung. Spaßmeldungen sind ungewöhnlich, da bei allen Systemen ein bewegbarer Blitzer erst nach häufiger Meldung durch verschiedene Nutzer in der Escort App angezeigt wird.
Bei Kreuzungen oder Überführungen, kann es passieren, dass der rotlicht Blitzer falsch angezeigt wird. Hundert prozentig sicher sind die Infos also nicht. Die Verwendung der Anwendungen oder Radarfallen Warner stellt jedem also keinen Freifahrtschein für bedenkenloses Rasen aus.
Das sagt das Gesetz generell ist die Benutzung von Blitzerkasten-Applikationen bzw. Radarfallenwarngeräten beim Fahren im Fahrzeug in der Bundesrepublik strafbar. Das regelt in Gänze der Paragraph 23 (Abs.1c) der Straßenverkehrs-Ordnung, zitierte Stelle: "Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören." Im besonderen gilt dies für Apparate zur Unterbindung oder Anzeige von Tempokontrollen (Radarwarn- oder Laserjammer)". Werden Sie dabei ertappt, wie Sie eine Applikation oder gar einen Radar Warner benutzen, als Folge blühen Ihnen bis zu 75 Euro Verwarngeld und bis zu 4 Punkten in der Flensburger Verkehrssünder-Datei. Auch kann die Polizei verlangen, dass Sie die Blitzer-Applikation deinstallieren und ein installiertes Radar-Warngerät auch konfiszieren.
Juristisch schwierig wird es tatsächlich deshalb, zumal ein Mobiltelefon eben nicht einzig geeignet ist, Tempomessungen auszugeben. Ferner werden in etlichen Applikationen die Geschwindigkeitskontrollen nicht als solche gekennzeichnet, statt dessen als Punkt von speziellem Interesse oder auch Point of Interest (POI) genannt.
Lassen Sie die Radarkontrollen-App über die Bluetooth-Funktion Ihres PKW´s laufen und sich die Blitzerwarnungen nur akustisch melden, dann dürfte der Beleg für die Ordnungshüter recht schwierig werden. "Und ohne Anfangsverdächtigung darf der Beamte auch nicht einfach Ihr Smartphone begutachten und auf solch eine App hin überprüfen", so Verkehrsrechtadvokat Peter Vorwerk aus München. Und das macht das Betreiben in der Fahrt doch ziemlich einfach. "Es ist aber gewiss eine Verletzung gegen die Straßenverkehrsordnung", so der Sachverständiger weiter. Vollkommen anders sieht es auch aus, falls Sie die Applikation Daheim im Vorfeld Ihrer Fahrt verwenden oder sich eventuelle Blitzer vom Beifahrer ansagen lassen, während er die App nutzt. Noch dazu kommt, dass ortsgebundene und bewegliche Blitzer auch im Radio bekanntgegeben werden. Dazu von Neuem unser Verkehrsanwalt: "Das ist eine Grauzone. Fakt ist, Sie dürfen als Fahrzeugführer das Smartphone im Fahrzeug nicht nutzen und nicht mal in der Hand halten." Noch schwieriger einzuschätzen sind Apps, die vor speziellen Gefahrenschwerpunkten warnen. Dort stehen oftmals stationäre Blitzer, eben aufgrund des Unfallrisikos. Und vor einem Unfallbrennpunkt zu warnen, ist nicht unzulässig.
Während Sie hierzulande also bei der Benutzung von Blitzer-Apps nicht tatsächlich drakonische Strafmaßnahmen zu erwarten haben, reagieren die Dienststellen darauf ausserhalb der Landesgrenze zuweilen überaus extrem. Erkundigen sie sich also am besten vor Abreise, inwiefern Sie Starenkasten-Apps oder Radarwarner verwenden dürfen. In Belgien beispielsweise ist die Blitzer-App kein Problem, der Radarfallen Warner ist unzulässig, es drohen empfindliche Strafen. In Tschechien dürfen Sie beides nicht nutzen, im Ernstfall drohen Strafen von mehr als 7.000 Euro. Am härtesten langt Großherzogtum Luxemburg zu: Dort drohen zu den kostspieligen Strafgelder sogar Gefängnis von einer Woche bis zu einem Jahr .
Sollten Sie Starenkasten- oder vergleichbare Navi-Apps verwenden dürfen, erkundigen Sie sich über die Daten- und Roaminggebühren. Einige Applikationen arbeiten im mobilem Gebrauch ausschließlich, falls Sie durchgehend verbunden sind. Achten Sie deswegen auf einen Offline-Betriebsmodus. Das reduziert Datenaufkommen und Laufzeit des Akkus.
In der Praxis arbeiten Blitzer-Applikationen wie z.B. die Escort App de und Radarwarner nicht in jedem Falle fehlerfrei. Lästige Fehlermeldungen müssen Sie bei nahezu allen Systemen akzeptieren. Gesetzlich erlaubt ist die Verwendung bei uns in Deutschland für den Fahrer nicht. Ausserhalb von Deutschland drohen Ihnen vereinzelt heftige Verwarnungen. Fuß vom Gashebel und die Geschwindigkeitsrichtlinien beherzigen, das schützt sie noch immer am besten vor kostenintensiven Fahrerfotos.